Breieiei

Breieiei

Was haben wir stolz verkündet, wie unser Spätzle erfolgreich bereits drei Tage nach seinem vierten Monat das erste Mal Brei bekommen hat. Es war halt auch zu niedlich und wir waren damit sehr früh dran. Ja, man sagt, so fünfter bis siebter Monat sei eine gute Zeit, mit Beikost zu beginnen.

Dass wir dann wirklich quasi punktgenau zum erstmöglichen Termin begonnen haben, ist aber nicht, wie man vermuten könnte, die klassische elterliche Hybris, weil man das eigene Baby für hochbegabt hält. Wir wussten um den Zeitrahmen vorher und haben den Kleinen einfach beobachtet. Und nicht nur hat er sein tägliches Vitamin D bereits seit etlichen Wochen brav vom Löffel geschleckt und musste es nicht mit der Milch bekommen - nein, er starrte uns auch begeistert beim Essen an und war mit seinem Milchkonsum auch schon lange gut dabei.

Das Spätzle hat die Möhren gut im Griff. Quelle: Sash

Das Spätzle hat die Möhren gut im Griff. Quelle: Sash

Und was will man sagen? Er hat nach einmal skeptisch gucken einen riesen Haps genommen, er hat den Möhrenbrei regelrecht verschlungen. Er wollte nicht aufs Löffelchen warten, sondern hat sich ihm entgegengelehnt und dauernd versucht, ihn zu greifen, um schneller an das offensichtlich leckere Zeug zu gelangen. Er schien nur darauf gewartet zu haben. Und nach vier Tagen Möhrchen dann Kürbis, weitere vier Tage später Pastinaken, und wow, wie er auf Pastinaken stand!

Stand? Ja. Wir geben ihm derzeit keinen Brei mehr. Obwohl er es geliebt hat und für uns Eltern das Füttern mit Brei eine der lustigsten Beschäftigungen war, die wir bisher mit ihm hatten. Klar, eine grenzenlose Sauerei, aber eine sehr lustige eben.

Aber so wie es derzeit aussieht, hat er es nicht vertragen. Klar ändert sich bei Brei auch der Stuhlgang und ein wenig Umstellung ist sicher nötig, aber hat leicht zeitverzögert begonnen, wirklich wirklich Probleme zu haben. Zuerst haben wir es für normale Blähungen gehalten, aber die und die damit einhergehenden Schmerzen haben ihm Tag für Tag auf die Stimmung geschlagen und er hat viel geweint, ließ sich tagelang kaum beruhigen, hat nur mehr kurz und nicht mehr durchgeschlafen … es war nicht nur anstrengend für uns, sondern vor allem für ihn. Natürlich gibt’s keine handfeste Diagnose, es waren ja auch alles etwas unspezifische babytypische Probleme. Aber jetzt, eine Woche nach dem letzten Brei, kriegt er sich langsam wieder ein und es geht ihm deutlich besser. Und vielleicht belassen wir es noch ein paar Wochen dabei. Wir haben ja alle Zeit der Welt und wenn Babys in einem gut sind, dann im Vergessen. Dass er je Brei gekriegt hat, scheint das Spätzle schon nicht mehr zu wissen. Aber gierig angucken tut er uns nach wie vor oft.

Baby-Spielzeug-Update

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Endgegner Elterngeld

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